Meine Vision einer Hilfsorganisation für traumatisierte Menschen ist aus meinem eigenen Weg einer sechs Jahre andauernden Retraumatisierung entstanden.
In dieser Zeit musste ich selbst erleben, wie allein Betroffene gelassen werden, wenn ihr Nervensystem die gewohnte Funktionalität nicht mehr aufrechterhalten kann. Notwendige Behandlungen musste ich weitgehend selbst finanzieren. Gleichzeitig war ich darauf angewiesen, mir die Hintergründe meines Zustands selbst zu erschließen und Wege zur Stabilisierung eigenständig zu finden, da selbst viele therapeutische und klinische Angebote nicht ausreichend über die Methoden und Ansätze verfügen, die es in solchen Prozessen braucht.
Diese Hilfsorganisation ist das, was ich in meinem eigenen psychischen Überlebenskampf der letzten sechs Jahre selbst gebraucht hätte:
eine Anlaufstelle für Betroffene, die plötzlich ihre Leistungsfähigkeit verlieren, nicht verstehen, was mit ihnen geschieht, und keinen ausreichenden Zugang zu stabilisierender Unterstützung erhalten. Ebenso soll sie Menschen in finanziellen Notlagen den Zugang zu notwendigen Behandlungen ermöglichen.
Unter anderem sind folgende Projekte geplant:
⋗ eine Akutinterventions-Hotline zur Stabilisierung und Regulation des Nervensystems in akuten Belastungssituationen
⋗ geförderte, überwachte und geschulte traumasensible Begleitung im Rahmen therapeutischer Arbeit
⋗ KI-gestützte Begleitung im Alltag bei Traumafolgen als niedrigschwellige Unterstützung
⋗ ein Zentrum für ganzheitlich-integrative Traumaheilung mit verschiedenen therapeutischen und körperorientierten Angeboten
⋗ sowie präventive Angebote wie Stressregulations- und Selbsthilfekurse
Ziel ist ein System, das nicht erst reagiert, wenn Menschen zusammenbrechen, sondern früh unterstützt, stabilisiert und wieder Perspektiven ermöglicht. Ein System, das Trauma nicht verstärkt – sondern heilt.

